Kimbap – nicht zu verwechseln mit Sushi Rollen!

Ein leicht zu verzehrender, rundum gesunder und sehr leckerer Snack. Veganer, Vegetarier, Flexitarier oder Ovolactovegetarier – alles machbar.

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Der Sommer schon in Sichtweite und das Wetter wird wärmer: Die perfekte Zeit für ein kleines Picknick in einem Park oder einen Ausflug in eines der nah gelegenen Erholungsgebiete. Was darf im Rucksack nicht fehlen? Ein Kimbap. Die Koreaner lieben diesen Snack, der fast überall erhältlich ist. Meist wird die zu einer Rolle geformte Delikatesse in mundgerechte Stücke geschnitten und in Alufolie verpackt. Also ein idealer Snack für unterwegs. Mehr und mehr wird Gim-bap auch zum Trend in europäischen Metropolen.

Vorbereitung der Zutaten aufwändig, gerollt in 10 Sekunden… | Photographer Daniel Thomas Faller

Gim-bap, oder auch Kimbap genannt ist eine koreanische Reisrolle. Der Name Gim-bap setzt sich aus den Worten Gim (Purpurtang, dies sind getrocknete Seealgenblätter) und Bap (koreanischer, gekochter Reis) zusammen. Der Zubereitung sind kreativen Köchinnen und Köchen keine Grenzen gesetzt. Eigentlich ist sie einfach, benötigt jedoch anfänglich etwas Übung.

Neben Reis, der mit Sesamöl und Sesamkernen verfeinert wird und Gim, kann Gim-bap mit Schinken, koreanischem Rettich, Lotuswurzeln, Spinat, Ei, Fleisch oder Fisch (kein roher Fisch) und vielen weiteren Zutaten ergänzt werden. Nutzt man Fleisch als Zutat, wird in der Regel Rindfleisch verwendet, und zwar das koreanische Bulgogi, welches man vor dem Anbraten in Sojasauce mariniert. Für die Fisch Variante nutzt man meist Thunfisch aus Dosen und reichert diesen mit Mayonnaise an.

Sehr beliebt: der klassische Kimbap. | Photographer Daniel Thomas Faller

Trotz der vielen verbreiteten Varianten, wie Gemüse Gim-bap, Thunfisch Gim-bap, Kimchi Gim-bap etc, ist nach wie vor der klassische Gim-bap der Beliebteste. Dieser besteht aus gedämpften, in kleine Streifen geschnittenen Karotten, leicht angebratenen Omeletten, eingelegtem Rettich, mit Sesamöl verfeinertem Spinat und Kimchi.

Warum darf man nun aber Gim-bap nicht mit Sushi vergleichen? Dafür sprechen zwei Punkte: Erstens wird das traditionelle Sushi in der Regel mit rohem Fisch, wie Lachs, Thunfisch oder Meeresfrüchten zubereitet. Zweitens bestehen Sushi nie mehr als aus zwei Zutaten, abgesehen natürlich von Reis und Seealgenblätter. Bei Gim-bap hingegen werden mindestens fünf Zutaten für die Füllung verwendet.

Auch Kimbap wird oft online bestellt und mit dem Esskurier ausgeliefert. | Photographer Daniel Thomas Faller

Habe ich Euch neugierig und hungrig gemacht? Wer weiss, vielleicht wird ja schon bald ein Kimbap Restaurant in deiner Umgebung eröffnet…

Daniel Thomas Faller

SEOUL | Korea

Daniel ist der Gründer des Schauplatz Korea Magazins, Chefredakteur und kreativer Leiter. Er ist gebürtiger Schweizer und Korea-Liebhaber, der in Seoul lebt. Daniel interessiert sich für die Geschichten und Projekte von Menschen und hat eine Leidenschaft für visuelle Kunst und Fotografie. Gerne lässt er sich von Makgeolli verführen...

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